Lieferschwelle

Aus Mauve System3 Handbuch
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Rechtliche Änderungen zum 01.07.2021.

  • Sobald ein Händler für 10.000 € netto oder mehr in Länder der EU B2C Lieferungen vornimmt, muss die Mehrwertsteuer des Lieferlands berechnet werden.
    Die 10.000 € netto sind die Summe aller Länder, nicht wie früher pro Land.
    Der Händler darf auch schon vom ersten Euro an die Mehrwertsteuer des Lieferlands berechnen.
  • One Stop Shop (OSS): früher musste die entsprechende Umsatzsteuerabrechnung mit dem jeweiligen Finanzamt des Lieferschwellenands einzeln abgerechnet werden. OSS erlaubt es jetzt die Umsatzsteuerberechnungen für die Lieferschwellenländer gebündelt über die deutschen Finanzbehörden abzurechnen.
    Die Teilnahme am One Stop Shop Verfahren ist freiwillig
    Mauve System 3 besitzt keine gesonderten Exporte für OSS, sondern übergibt die Buchungsdaten an das Datev-Programm. Aus diesem heraus kann der Steuerberater die nötigen Unterlagen (csv-Export) für das OSS-Verfahren erzeugen.


Lieferschwellenregelung in Mauve System 3

  • Es gibt einmal globale Einstellungen für die Lieferschwellenländer. Dort kann für den vollen, den verminderten und den Null- Mehrwertsteuersatz des Basislandes (i.a.R. DE) jeweils ein Mehrwertsteuersatz des Ziellands hinterlegt werden. So kann man z.B. bestimmen, das alle Artikel, die in DE den vollen MwSt-Satz von 19% besitzen im Lieferschwellenand Österreich (AT) ebenfalls den vollen Mehrwertsteuersatz von 20% besitzen.
  • Im Reiter Mehrwertsteuer im Artikelformular kann für jedes Lieferschwellenland ein abweichender Mehrwertsteuersatz hinterlegt werden. Sollte es also, um das obige Beispiel aufzugreifen, einen Artikel in DE geben, der 19% besitzt, aber in Österreich den verminderten MwSt-Satz von 10% besitzen, kann man das dort eintragen.
  • Die Erlöskonten für den Portoartikel für die jeweiligen Mehrwertsteuersätze müssen in den Einstellungen für die Portoberechnung festgelegt werden.
  • An den jeweiligen Stellen kann man zusätzlich eine Erlöskontengruppe hinterlegen. Das ist für die Übergabe an die Datev zwingen nötig.
  • Wenn Mauve System 3 einen Preis zieht, wird automatisch der richtige Mehrwertsteuersatz für das Zielland verwendet. Dabei bleibt der Bruttopreis gleich, der Nettopreis wird entsprechend angepasst.
  • Der Shop macht das standardmäßig genauso, und behält in den Brutto bei. Per Shop-Freifeld kann man ein abweichendes Verhalten bestimmen: dass der Netto gleich bleiben soll und der Brutto neu berechnet wird.

Neuerungen ab dem 01.07.2021 für die Lieferschwellenregelung in Mauve System 3

  • In den globalen Einstellungen werden immer für alle Kunden Lieferschwelleneinträge für alle EU-Länder hinterlegt.
    • Die Einstellungen für die EU-Länder lassen sich nicht löschen. Man kann aber durchaus die Mehrwertsteuersätze und die Erlöskontengruppen ändern .
    • Für Nicht-EU Länder wie z.B. Großbritannien oder die Schweiz kann man Einstellungen hinzufügen bzw. Löschen, wie gehabt.
  • Für die Lieferschwelle wird ein Startzeitpunkt festgelegt. Dabei ist für die EU-Länder ein gemeinsamer Startzeitpunkt vorgesehen, die Nicht-EU Länder besitzen individuelle Startzeitpunkte.
    • Die Lieferschwelle wird jetzt erst ab dem Startzeitpunkt wirksam. Maßgeblich dafür ist das Belegdatum (=Datum der Leistungserbringung.)
  • Im Shop wird ab diesem Zeitpunkt die für den Artikel angegebene Lieferschwellenland-MwSt berechnet.
  • Wenn ein Kunde sich der EU-Lieferschwelle nähert wird eine Meldung angezeigt.
  • Wenn ein Kunde die EU-Lieferschwelle erreicht, wird diese automatisch eingeschalet.
  • Abweichende MwSt. für Artikel für alle Länder können per Artikel-Lieferschwellen-Mehrwertsteursatz-Import eingetragen werden.



Siehe auch: Konfiguration
Siehe auch: Globale Einstellungen
Siehe auch: Mehrwertsteuer im Artikelformular
Siehe auch: Artikel-Lieferschwellen-Mehrwertsteursatz-Import
Siehe auch: Erlöskontengruppen